Im Urlaub bin ich mal wieder meinem Faible für High Fantasy nachgekommen und wieder schwer begeistert von Rebecca F. Kuangs neuestem Ouevre! Die Autorin ist gerade mal 29 Jahre alt, hat in Cambridge, Oxford und Yale studiert und für ihre Vorgängerbücher schon zahlreiche Awards eingeheimst. Ihre Studienzeit verarbeitet sie nun in Katabasis: Alice Law ist … Rebecca F. Kuang: Katabasis weiterlesen
Im Urlaub bin ich mal wieder meinem Faible für High Fantasy nachgekommen und wieder schwer begeistert von Rebecca F. Kuangs neuestem Ouevre! Die Autorin ist gerade mal 29 Jahre alt, hat in Cambridge, Oxford und Yale studiert und für ihre Vorgängerbücher schon zahlreiche Awards eingeheimst. Ihre Studienzeit verarbeitet sie nun in Katabasis: Alice Law ist Studentin der Analytischen Magie an der Universität Cambridge, ihr Doktorvater der berühmt-berüchtigte Jacob Grimes. Als dieser an einem Unfall stirbt, an welchem sie sich nicht ganz unbeteiligt fühlt, beschließt sie, in die Unterwelt hinabzusteigen und Grimes aus der Hölle zu befreien. Ungünstig nur, dass ihr Kommilitone und Konkurrent Peter Murdoch auf dieselbe Idee gekommen ist. Mit Berichten von Dante, Orpheus und T. S. Eliot im Gepäck brechen die beiden auf, dennoch hält die Unterwelt so einige Überraschungen parat und Magie ist nicht immer die Lösung auf alles. Das Erstaunliche bei Kuang ist immer, dass nichts dem Zufall überlassen wird, alles ist bis aufs Kleinste durchdacht und je tiefer man in die Materie einsteigt, desto mehr Hinweise und Verbindungen tun sich auf. Sie vereint in Katabasis Philosophie mit Humor, Naturwissenschaften mit Mystik und kritisiert gleichermaßen den Universitätsbetrieb und seine veralteten Vorstellungen, gerade was Frauen in den Wissenschaften anbelangt. Katabasis stammt aus dem Altgriechischen und beschreibt die Heldenreise in die Unterwelt – die Reise mit Alice und Peter dorthin ist ein fulminantes Spektakel, durchzogen von Rätseln und Formeln, die allesamt ein höllisches Vergnügen bereiten, sie auszuknobeln und zu hinterfragen!
