Lina, die Großmutter der Autorin, tritt Ende der 1920er-Jahre als junge Frau ihren Dienst im legendären Hotel Clausing in Garmisch an, noch bevor der Ort mittels eines Bindestriches für immer mit Partenkirchen verbunden sein wird. Sie ist in bitterer Armut aufgewachsen und das soll ihr und ihren Lieben nie wieder passieren. Wie viele Frauen in … Jacqueline Kornmüller: 6 aus 49 weiterlesen
Lina, die Großmutter der Autorin, tritt Ende der 1920er-Jahre als junge Frau ihren Dienst im legendären Hotel Clausing in Garmisch an, noch bevor der Ort mittels eines Bindestriches für immer mit Partenkirchen verbunden sein wird. Sie ist in bitterer Armut aufgewachsen und das soll ihr und ihren Lieben nie wieder passieren. Wie viele Frauen in dieser Zeit ist sie durch harte Arbeit und viel Erfindergeist ihres eigenen Glückes Schmiedin – und überzeugt, dass dieses immer mit ihr ist. So verhilft ihr der Zufall auch bald zu einem eigenen Hotel, der Amalie, und trotz der kommenden schicksalsschweren und arbeitsreichen Jahre wird dieses ein voller Erfolg. Nebenbei spielt Lina leidenschaftlich Systemlotto, denn das Glück ist ja mit ihr, wieso also auch nicht hierbei …
Der Sprachstil dieses Romans ist erfrischend eigenwillig und es gibt sprachlich wie auch inhaltlich ganz viel zu entdecken! Jacqueline spielt mit den Wörtern wie ihre Großmutter mit den Lottozahlen – gekonnt, wagemutig und angefüllt mit Reichtum. Denn dieser Roman ist reich an Heimatgeschichte, reich an starken Frauen, reich an zu Herzen gehenden Schicksalen und vor allem reich an fabelhaftestem Sprachwitz. Ein wunderbares Denkmal für eine außergewöhnliche Frau und damit auch irgendwie ein Denkmal für all die Linas, die es auch in unseren Familien gegeben hat!
