Chris Broad ist 22, als er für das Internationale Austauschprogramm JET nach Japan reisen darf. Dort soll er Englisch unterrichten. Große Anforderungen an die japanischen Lehrkräfte, die Englisch unterrichteten, gab es anscheinend nicht. Man musste zwar ein paar schriftliche Prüfungen ablegen, aber keinerlei Sprachpraxis vorweisen. „Chris ist ein London“, so wurde er in den ersten … Chris Broad: Abroad in Japan weiterlesen
Chris Broad ist 22, als er für das Internationale Austauschprogramm JET nach Japan reisen darf. Dort soll er Englisch unterrichten. Große Anforderungen an die japanischen Lehrkräfte, die Englisch unterrichteten, gab es anscheinend nicht. Man musste zwar ein paar schriftliche Prüfungen ablegen, aber keinerlei Sprachpraxis vorweisen. „Chris ist ein London“, so wurde er in den ersten Stunden den Schüler*innen vorgestellt. In der Schulklasse ist vor allem darauf zu achten, dass niemand beschämt wird und man sich gegenseitig unterstützt. Ein kleines Nickerchen am Tisch wird als Beweis der harten Arbeit angesehen und mit Verständnis betrachtet. Doch nicht nur das irritierte ihn, er hatte zwar in London schon Sushi gegessen, aber auf „Shiokara“ ist er nicht vorbereitet. Die fermentierten Tintenfischinnereien hat er genau ein Mal bestellt. Er ist unerfahren, ohne Sprachkenntnisse, ohne Plan, auch unerschrocken und mit ganz viel Humor ausgestattet und so nimmt er uns mit auf eine sehr persönliche, humorvolle Reise durch Japan. Zu meiner Freude schreckt Chris wirklich vor nichts zurück! Im Hostess Club erlebt er die Kunst der teuren Begleitung, im Liebeshotel will es nicht klappen und ein Besuch im Onsen mit einer Wassertemperatur von 46 Grad wird auch nicht als Genuss empfunden. Wie gerne habe ich Chris Broad auf seiner Reise durch die 47 unterschiedlichen Präfekturen begleitet! Er ist nach den zwei vereinbarten Jahren nicht zurück nach England gegangen, sondern ist im Land geblieben und hat einen der größten YouTube-Kanäle in Japan. Mein guter Rat an Sie: Lesen, lachen, buchen. So habe ich es gemacht. Übersetzt aus dem Englischen von Jörn Pinnow (Ein persönlicher Tipp von Petra Schulz).
