Eine WG in Wien. Darin wohnhaft: Paul, der seine Tenniskarriere an den Nagel hängen musste, Julia, für die das Bonmot „Stille Wasser sind tief“ erfunden wurde, Elif, der das Herz auf der Zunge liegt und unter einer toxischen Beziehung leidet und Kenni, unser Ich-Erzähler – „Ach, Kenni“, so möchte man des Öfteren immer wieder seufzend … Anne Freytag: Laute Nächte weiterlesen
Eine WG in Wien. Darin wohnhaft: Paul, der seine Tenniskarriere an den Nagel hängen
musste, Julia, für die das Bonmot „Stille Wasser sind tief“ erfunden wurde, Elif, der das Herz auf der Zunge liegt und unter einer toxischen Beziehung leidet und Kenni, unser Ich-Erzähler – „Ach, Kenni“, so möchte man des Öfteren immer wieder seufzend ausrufen -, dessen Freundin bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist und nun auf der Flucht vor sich selbst und seinen Gefühlen ist. Im Laufe der Geschichte mogeln sich die Figuren direkt ins Leser*innenherz, man lacht, liebt, leidet und feiert mit ihnen. Wir begleiten Kenni abwechselnd in seinen 20er-, 30er- und 40er-Jahren, erleben seine Ohnmacht, seine Wut und seine Trauer über die Jahre hinweg. Aber auch ein langsames Aufbrechen der Mauern, hinter die er seine Gefühle gepackt hat, ein kaum merklicher Neuanfang.
Wie alle Romane von Anne Freytag üben auch die „Lauten Nächte“ einen Sog aus, dem man sich nicht entziehen kann. Ruhig und klar erzählt, die Charaktere so authentisch, dass man glaubt, sie schon lange zu kennen.
