„Der Atem der Vögel“ von Klaus Böldl

In „Der Atem der Vögel“ begleiten wir Philipp, einen Restaurator Ende Dreißig, auf seinen Streifzügen und Wanderungen über die Faröer Inseln, wo es ihn hinverschlagen hat wegen eines Werkvertrags und wo er, ein in sich gekehrter, ein bisschen aus der Welt gefallener Einzelgänger, einfach geblieben ist. In seiner Beziehung zu Johanna, einer pragmatischen Ärztin, zeigen … „Der Atem der Vögel“ von Klaus Böldl weiterlesen

Der Atem der VögelIn „Der Atem der Vögel“ begleiten wir Philipp, einen Restaurator Ende Dreißig, auf seinen Streifzügen und Wanderungen über die Faröer Inseln, wo es ihn hinverschlagen hat wegen eines Werkvertrags und wo er, ein in sich gekehrter, ein bisschen aus der Welt gefallener Einzelgänger, einfach geblieben ist. In seiner Beziehung zu Johanna, einer pragmatischen Ärztin, zeigen sich deutliche Risse, aber zu Ziehtochter Rannvá, die sich ihm oft bei seinen Spaziergängen anschließt, hat er ein enges, von wortlosem gegenseitigem Verstehen geprägtes Verhältnis.

Mit anderen Worten: Es gibt so gut wie keine Handlung. Nix los im Moos, möchte man angesichts des leuchtenden Grüns auf der Hauptinsel Stremoy ausrufen. Ja. Die Hauptrolle spielt die Natur. Die präzise Wahrnehmung und die außerordentliche Feinfühligkeit, mit der hier sprachmächtig noch die kleinsten Nuancen eines Naturphänomens geschildert werden, ziehen den Leser in eine Art meditativen Erzählbann. Und wenn Sie jetzt denken „Was, ich soll lesen, wie einer eine Flechte auf einem Felsrücken beschreibt?!“, dann können wir nur sagen: Ja, tun Sie das. Dieses stille Buch wird länger in Ihnen nachhallen als so mancher handlungspralle Schmöker.

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