„Das Glück meines Bruders“ von Stefan F. Etgeton

Kennen Sie Doel? Wahrscheinlich nicht – obwohl inzwischen mit Untergangstouristen gefüllte Reisebusse dieses Dorf am linken Scheldeufer ansteuern. Doel hat sich zur Geisterstadt entwickelt, seit klar ist, dass es dem Ausbau des Antwerpener Hafens wird weichen müssen. Nur noch ein gutes Dutzend Bewohner sind übriggeblieben. Das ist das Setting für Stefan Ferdinand Etgetons zweiten Roman, … „Das Glück meines Bruders“ von Stefan F. Etgeton weiterlesen

"Das Glück meines Bruders"Kennen Sie Doel? Wahrscheinlich nicht – obwohl inzwischen mit Untergangstouristen gefüllte Reisebusse dieses Dorf am linken Scheldeufer ansteuern. Doel hat sich zur Geisterstadt entwickelt, seit klar ist, dass es dem Ausbau des Antwerpener Hafens wird weichen müssen. Nur noch ein gutes Dutzend Bewohner sind übriggeblieben.

Das ist das Setting für Stefan Ferdinand Etgetons zweiten Roman, die Geschichte der Brüder Botho (Lehrer, solide) und Arno (mal Hartz IV-Empfänger, mal Hausmeister, Alkoholprobleme). Während der eine die Piefigkeit einfacher Verhältnisse hinter sich lassen konnte (um den Preis einer gewissen Entwurzelung) , blieb der andere seinem Herkunftsmilieu verhaftet. Beide kommen miteinander wieder in Kontakt anlässlich einer letzten Reise nach Doel, wo sie bei den belgischen Großeltern ihre Kindheitssommer verbracht hatten.

In „Das Glück meines Bruders“ geht es auch um gesellschaftliche Spaltung, um Identität und Zugehörigkeit. Und um Bruderliebe – oder sollte man gleich von „Brüderlichkeit“ sprechen?

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