Charlotte Wood „Tage mit mir“

Das Anliegen von Charlotte Woods namenloser Protagonistin wird in einem Nebensatz wunderbar auf den Punkt gebracht: Sie beschreibt den kurzen Moment, den das aufgeschüttelte Bettlaken braucht, um auf die Matratze zu sinken. Ein Moment absoluter Stille. Wahrscheinlich ist es genau das, was diese Frau, Mitte 40, in ihrem rastlosen Leben sucht. Viel Arbeit, der Mann … Charlotte Wood „Tage mit mir“ weiterlesen

Charlotte Wood Tage mit mir GlockenbachbuchhandlungDas Anliegen von Charlotte Woods namenloser Protagonistin wird in einem Nebensatz wunderbar auf den Punkt gebracht: Sie beschreibt den kurzen Moment, den das aufgeschüttelte Bettlaken braucht, um auf die Matratze zu sinken. Ein Moment absoluter Stille. Wahrscheinlich ist es genau das, was diese Frau, Mitte 40, in ihrem rastlosen Leben sucht. Viel Arbeit, der Mann auf Abwegen – da tun ein paar Tage Innehalten im Kloster gut. Sie ist weder gläubig, noch betet sie, die Nonnen sind Besucher*innen nicht sehr zugewandt und trotzdem scheint es an diesem Ort etwas zu geben, was gut tut und so kommt sie immer wieder. Und irgendwann, ohne viel Aufhebens darum zu machen, bleibt sie einfach da. Wie wohltuend wirkt der gegliederte Alltag, das ruhige Leben gibt Struktur und wenn ab und an Menschen und Begebenheiten aus ihrem Alltag auftauchen lässt sie die Vergangenheit Revue passieren.

Mir, Petra, hat das Buch geholfen, zur Ruhe zu kommen in unruhigen Zeiten, es fühlt sich an wie ein langes Ausatmen – all das wünsche ich Ihnen auch. Nur eines dürfen Sie nicht haben – Angst vor Mäusen …

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