Adeline Dieudonné: Das wirkliche Leben

Puh, das ist schon ziemlich starker Tobak, den die 38jährige Brüsseler Schriftstellerin Adeline Dieudonné da zwischen zwei Buchdeckel packt: Eine Coming-of-Age-Geschichte, bei der ein weiblicher Teenager andere Probleme zu bewältigen hat als „Bin ich zu dick?“ oder „Wie schaffe ich es in die Peergroup?“ Gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Gilles wächst die namenlose Ich-Erzählerin in … Adeline Dieudonné: Das wirkliche Leben weiterlesen

Puh, das ist schon ziemlich starker Tobak, den die 38jährige Brüsseler Schriftstellerin Adeline Dieudonné da zwischen zwei Buchdeckel packt: Eine Coming-of-Age-Geschichte, bei der ein weiblicher Teenager andere Probleme zu bewältigen hat als „Bin ich zu dick?“ oder „Wie schaffe ich es in die Peergroup?“ Gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Gilles wächst die namenlose Ich-Erzählerin in einer Reihenhaussiedlung am Waldrand auf, mit Mama und Papa, von außen heile Welt. Doch der Vater ist ein brutaler Choleriker, zu dessen Leidenschaften Fernsehen, Alkohol und die Jagd gehören und dem die gebrochene, vollkommen verängstigte Mutter nichts mehr entgegenzusetzen hat…Als es eines Abends vor den Augen des Mädchens zu einer Tragödie kommt, setzt sie mit der Energie und der Intelligenz einer mutigen Kämpferin alles daran, sich und ihren Bruder vor dem väterlichen Einfluss zu retten. Von Sommer zu Sommer spürt sie immer deutlicher, dass sie selbst die Zukunft in sich trägt, wird immer selbstbewusster – ihr Körper aber auch immer weiblicher, sodass sie zusehends ins Visier ihres Vaters gerät…

Der Roman lebt von einer unglaublichen Spannung, die sich schleichend von Seite zu Seite aufbaut. Doch trotz des bedrohlichen Grundtons gibt es immer wieder helle Momente, und Adeline Dieudonné braucht nicht viele Worte, damit wir als Leser begreifen, dass hier nicht alles verloren ist…

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