Leise Töne im Herbst – Unsere Lese-Empfehlungen im November

Lesetipps November

Passend zu kälteren Temperaturen, Nieselregen und Grau in Grau präsentieren wir Ihnen im November 3 Romane, bei denen die leisen Töne vorherrschen. Und ein Kinder-Bilderbuch zum Thema Tod. Sachbuchmäßig wollen wir aber ein wenig Optimismus und Aufbruchsstimmung verbreiten, nicht, dass Sie uns gänzlich in Herbstmelancholie versinken!

Unser Empfehlungen im November 2017 können Sie wie immer bequem in unserem Onlineshop, telefonisch unter +49 (0)89 / 2 60 32 14 oder per Email bestellen. Es gilt: Was bis 17 Uhr bestellt ist, kann am nächsten Tag ab 11 Uhr abgeholt werden. (außer montags, dann ist der Laden geschlossen).

 


„Der Atem der Vögel“ von Klaus Böldl

Der Atem der VögelIn „Der Atem der Vögel“ begleiten wir Philipp, einen Restaurator Ende Dreißig, auf seinen Streifzügen und Wanderungen über die Faröer Inseln, wo es ihn hinverschlagen hat wegen eines Werkvertrags und wo er, ein in sich gekehrter, ein bisschen aus der Welt gefallener Einzelgänger, einfach geblieben ist. In seiner Beziehung zu Johanna, einer pragmatischen Ärztin, zeigen sich deutliche Risse, aber zu Ziehtochter Rannvá, die sich ihm oft bei seinen Spaziergängen anschließt, hat er ein enges, von wortlosem gegenseitigem Verstehen geprägtes Verhältnis.

Mit anderen Worten: Es gibt so gut wie keine Handlung. Nix los im Moos, möchte man angesichts des leuchtenden Grüns auf der Hauptinsel Stremoy ausrufen. Ja. Die Hauptrolle spielt die Natur. Die präzise Wahrnehmung und die außerordentliche Feinfühligkeit, mit der hier sprachmächtig noch die kleinsten Nuancen eines Naturphänomens geschildert werden, ziehen den Leser in eine Art meditativen Erzählbann. Und wenn Sie jetzt denken „Was, ich soll lesen, wie einer eine Flechte auf einem Felsrücken beschreibt?!“, dann können wir nur sagen: Ja, tun Sie das. Dieses stille Buch wird länger in Ihnen nachhallen als so mancher handlungspralle Schmöker.

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„Das Glück meines Bruders“ von Stefan F. Etgeton

"Das Glück meines Bruders"Kennen Sie Doel? Wahrscheinlich nicht – obwohl inzwischen mit Untergangstouristen gefüllte Reisebusse dieses Dorf am linken Scheldeufer ansteuern. Doel hat sich zur Geisterstadt entwickelt, seit klar ist, dass es dem Ausbau des Antwerpener Hafens wird weichen müssen. Nur noch ein gutes Dutzend Bewohner sind übriggeblieben.

Das ist das Setting für Stefan Ferdinand Etgetons zweiten Roman, die Geschichte der Brüder Botho (Lehrer, solide) und Arno (mal Hartz IV-Empfänger, mal Hausmeister, Alkoholprobleme). Während der eine die Piefigkeit einfacher Verhältnisse hinter sich lassen konnte (um den Preis einer gewissen Entwurzelung) , blieb der andere seinem Herkunftsmilieu verhaftet. Beide kommen miteinander wieder in Kontakt anlässlich einer letzten Reise nach Doel, wo sie bei den belgischen Großeltern ihre Kindheitssommer verbracht hatten.

In „Das Glück meines Bruders“ geht es auch um gesellschaftliche Spaltung, um Identität und Zugehörigkeit. Und um Bruderliebe – oder sollte man gleich von „Brüderlichkeit“ sprechen?

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„Die Wolken waren groß und weiß und zogen da oben hin“ von Matthias Zschokke

"Die Wolken waren groß und weiß und zogen da oben hin"Noch so ein handlungsarmes Buch, bei dem man eigentlich kaum sagen kann, um was es geht. Wer Genazino mag, wird auch den leisen Schweizer Autor Zschokke und seinen aus der Welt gefallenen Helden mögen, der Hunden, Frauen und Männern beim Leben zuschaut, was ihm manchmal gefällt, manchmal nicht, der Käse isst, der ihm manchmal schmeckt, manchmal nicht, der nasse Schnürsenkel an Kinderschuhen sieht und Wolkenfetzen, die hinter Möwen herjagen.

Wir zitieren einfach Carsten Hueek vom Deutschlandradio:“ Zschokke beherrscht (…) das Magische: Aus nichts macht er etwas, und indem er das Leben in seiner Bizarrerie beschreibt, erhält es Wert und Gewicht, Anmut und Glanz.“

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„Ente, Tod und Tulpe“ von Wolfgang Erlbruch

Ente, Tod und Tulpe - Antje Kunstmann VerlagDie Ente hatte sich schon länger etwas merkwürdig gefühlt. Da fällt ihr der Tod auf, der sie schon länger begleitet. Eigentlich schon immer. Jetzt tritt er als Skelett in Mantel und Rock in Erscheinung. Die Ente erschrickt, doch stellt sie schnell fest, dass der Tod ganz nett ist – gruselig zwar, aber sehr freundlich. Sie verbringen einige Zeit miteinander, sie gehen zum See, klettern auf Bäume. Als der Tod friert, wärmt die Ente ihn.

Die Ente bleibt noch eine Weile am Leben. Eine Weile, in der sie sich mit dem Tod anfreundet und Gelegenheit hat, dem Tod Fragen über den Tod zu stellen. Kommen Enten in den Himmel? Oder braten sie in der Hölle? Der Tod weiß es nicht. Die Ente beginnt sich zu fragen, wie es ist, wenn sie tot ist, ist dann der Teich allein, ohne sie? Oder ist er dann weg? Zum Teich gehen sie jedenfalls immer seltener.

Irgendwann fängt die Ente an zu frieren. Jetzt wärmt der Tod sie. Bis auch das nicht mehr hilft. Mit einer Tulpe auf dem Bauch lässt er die tote Ente auf einem Fluss hinweg treiben. Er ist traurig, aber so ist das Leben.

Dieses 2007 erschienene Bilderbuch hat sich zum Klassiker entwickelt. Und nicht nur für Kinder ab 4 Jahren. Leben und Sterben werden hier mit reduzierten Illustrationen auf eine Art und Weise verhandelt, die auch für Erwachsene tröstlich sein kann. Und in seiner kleinen Ausgabe eignet sich dieses Buch als Beileidsbezeugung 10 x besser als jedes Geschenkbuch, auf dessen Sonnenuntergangs-Cover dunkle Lettern verkünden, dass Liebe stärker als der Tod sei….

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Nach all diesen melancholisch grundierten Empfehlungen wollen wir uns aber beim Sachbuch einem erfeulichen Thema zuwenden, nämlich dem Fahrrad, das 2017 seinen 200. Geburtstag feiert.

„Das Fahrrad. Eine Kulturgeschichte“ von Hans-Erhard Lessing

Das Fahrrad - eine Kulturgeschichte

Eine spannend zu lesende Rundum-Würdigung dieses genialen Fortbewegungsmittels, bei der alle auf ihre Kosten kommen, vom technikaffinen Tüftler zum Sozial- und Mentalitätshistoriker.

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Und nun radeln wir stramm Richtung Weihnachten und freuen uns darauf, Sie im Dezember wieder zum Newsletter begrüßen zu dürfen!



 

 

 

„Nach einer wahren Geschichte“ von Delphine de Vigan

Delphine de Vigan "Nach einer wahren Geschichte" © Dumont

Ein raffiniertes Spiel um Fiktion und Wirklichkeit: Die scheue, unter einer Schreibkrise leidende Schriftstellerin Delphine lernt auf einer Party L. kennen, eine Ghostwriterin, die mehr und mehr Einfluss auf Delphines Leben nimmt. Doch geht es L. wirklich darum, der neuen Freundin in einer schwierigen Phase zur Seite zu stehen? Nach und nach offenbaren sich L.‘s wahre Pläne..

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„Dann schlaf auch du“ von Leila Slimani

„Dann schlaf auch du“ von Leila Slimani © LuchterhandDie Nounou ist in Frankreich eine ähnlich wichtige Institution wie die Concierge. Gäbe es diese klassischen Tagesmütter oder Kinderfrauen nicht, wäre die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch für manche Französin nicht ganz unproblematisch.

Myriam und Paul, sie Anwältin, er Musikproduzent, glauben, das große Los gezogen zu haben, als sie die fünfzigjährige Louise als Tagesmutter für ihre beiden kleinen Kinder engagieren. Nach wenigen Wochen hält Louise die Fäden des Familienalltags in der Hand und ist unentbehrlich geworden. Doch wie sehr kann man einem im Grunde fremden Menschen vertrauen? Myriam und Paul ahnen nichts von Louises Abgründen und von ihrer Verletzlichkeit…

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„Herz auf Eis“ von Isabelle Autissier

„Herz auf Eis“ von Isabelle Autissier © Mare VerlagDie heute 61 Jahre alte Isabelle Autissier hatte schon ein bewegtes Seglerleben hinter sich (erste Frau, die im Rahmen einer Regatta einhand die Welt umrundete), bevor sie sich 2015 mit ihrem ersten Roman als Autorin einen Namen machte.

Zwei Jahre später nun ist dieses Debüt im Mare-Verlag auf deutsch erschienen.

In „Herz auf Eis“ geht es – wen wundert‘s – ums Segeln. Aber nicht lange: Denn das junge Pärchen, das sich mit seiner Weltumseglung einen Traum erfüllt, strandet auf einer unbewohnten Insel im Südatlantik. Was als Auszeit vom Alltagsleben moderner Großstädter gedacht war, entwickelt sich zu einem existentiellen Kampf. Wird es Louise und Ludovic gelingen, unter diesen Extrembedingungen ihre Menschlichkeit und ihre Liebe zu bewahren und ihr Leben zu retten?

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„Glücklich die Glücklichen“ von Yasmina Reza

„Glücklich die Glücklichen“ con Yasmina Reza © Fischer2014 veröffentlichte der Spiegel einen Vorabdruck der ersten paar Seiten dieses Romans. Mit erstaunlichen Auswirkungen: Scharenweise kamen die Kunden in den Laden und verlangten „dieses Buch, wo sich das Ehepaar an der Käsetheke streitet“. Namen der Autorin, Titel, Verlag, alles hatte man vergessen, so stark sprach der Text für sich selbst…

2017 ist dieses Kleinod bei Fischer als Taschenbuch erschienen. Ein Episodenroman, bei dem sich dem Leser nach und nach erschließt, wie alles zusammenhängt. Ein ironischer Blick auf zwischenmenschliche Beziehungen aller Art. Und eine versöhnliche Grundaussage: Wir wursteln uns halt alle irgendwie durchs Leben.

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„Das Leben des Vernon Subutex“ von Virginie Despentes

„Das Leben des Vernon Subutex“ von Virginie Despentes © Kiepenheuer & WitschNachdem er mit seinem Plattenladen pleite gegangen ist, steht Vernon Subutex auf der Straße.

Mittels einer Notlüge quartiert er sich vorübergehend reihum bei seinen Freunden ein, die er zum Teil schon lange nicht mehr gesehen hat. So entsteht ein vielstimmiges Gesellschaftstableau, in dem alle zu Wort kommen, die Loser, die (scheinbar) Gesettelten, die Narrischen.

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Top-Empfehlung: „Der Club“ von Takis Würger

Mein Favorit unter den Neuerscheinungen ist „Der Club“ von Takis Würger.

Was ist das Besondere an diesem Buch? Es ist auf jeden Fall viel mehr als nur ein Krimi! Eine packende Lebens- und Liebesgeschichte, ein Sittenbild der englischen Oberschicht, ein Roman über das Boxen, eine Geschichte über ein verstörendes Geheimnis, die Lebensgeschichte des jungen Hans Stichler … Das alles in ein schmales, wunderschön gestaltetes Buch gepackt – unbedingt lesenswert!

Der Autor Takis Würger ist Redakteur beim Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Er hat eine Zeitlang in Cambridge gelebt und war dort Mitglied im Boxclub.

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„Geständnisse“ von Kanae Minato

Besonders gepackt hat mich auch der subtile Roman „Geständnisse“ der Japanerin Kanae Minato, einer ehemaligen Lehrerin.

Die vierjährige Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi kommt im Schwimmbad der Schule zu Tode. Kurze Zeit später kündigt Moriguchi, denn sie weiß, daß ihre Schüler Schuld am Tod des Kindes haben. Mit immenser Sogwirkung wirft sie einen Blick auf die menschlichen Abgründe, bietet außerdem Innenansichten auf ein unbekanntes, spannendes Land. Eine Geschichte voller unerwarteter Wandlungen, die einen noch lange begleiten.

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„Diese gottverdammten Träume“ von Richard Russo

Endlich als Taschenbuch erschienen ist „Diese gottverdammten Träume“ von Richard Russo. Ganze 750 Seiten dick! Russos Roman liest sich wie die Vorstufe zu dem, was gerade in den USA geschehen ist.

Ein bildkräftiges, wuchtiges und doch elegant erzähltes Meisterwerk.

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„Un-Orthodox“ von Deborah Feldman

Ein erschreckender Blick auf die dunkle Welt einer ultraorthodoxen jüdischen Sekte in New York. Das Buch stürmte am Tag des Erscheinens die Bestsellerliste der New York Times und liegt jetzt endlich als Taschenbuch vor.

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Suppen für Syrien

„Eine Suppe ist etwas Elementares. Und sie ist immer von Nutzen, auch wenn die Welt um uns herum versagt.“

Dieses phantasievolle Suppenkochbuch enthält 80 Lieblingsrezepte aus aller Welt und ist eine wunderbare Möglichkeit, zu helfen und gleichzeitig zu geniessen. Die Gewinne aus dem Verkauf des Buches gehen zu 100 % an die Flüchtlingsorganisation „Schams e. V.“. Diese Organisation betreut vor Ort langfristige Projekte mit syrischen Flüchtlingskindern…

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„So, und jetzt kommst du“ von Arno Frank

Wenn der eigene Vater ein Hochstapler ist…

Aufregend, wenn die Eltern auf der Flucht vor der Polizei ihre Kinder mitschleppen. Aber für die drei Geschwister verwandelt sich das Abenteuer bald in einen Albtraum. Ihre Odyssee führt sie quer durch Europa. Ein Roman wie ein Roadmovie. Eine ebenso tragische wie komische Familiengeschichte.

© Klett-Cotta

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„Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde

England im Jahr 1852: der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA im Jahr 2007: der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.

China, im Jahr 2098: die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Wie alles mit allem zusammenhängt: mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?

Ein ungewöhnlicher Roman, der gewaltige Zeitsprünge wagt. Lunde Majas Buch malt eine dystopische Zukunft der Erde nach dem Ableben der Bienenvölker aus. Ihr Roman wurde mit dem norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet.
© Verlagsgruppe Random House / Börsenblatt

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Das Leben ist zu kurz, um schlechte Bücher zu lesen!

Deswegen beraten wir Sie seit 25 Jahren persönlich in der Glockenbachbuchhandlung – immer am Puls der Zeit und inhaberinnengeführt. Als Buchhändlerin aus Leidenschaft möchte ich Ihnen natürlich weit mehr als die übliche Bestsellerliste bieten. Deshalb bin ich immer auf der Suche nach ausgefallenen Neuerscheinungen für Sie. Auf dieser Seite finden Sie nun auch online aktuelle Novitäten, die mir besonders aufgefallen sind. Oder sprechen Sie mich persönlich im Laden an – ich berate Sie gerne individuell nach Ihrem Geschmack.

Möchten Sie unsere aktuellen Empfehlungen per Mail? Dann melden Sie sich hier an:

 

 

So lesen Sie sich gesund!

Liebe Freunde des geschriebenen Wortes,

Sie kämpfen mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit in der Winterzeit und es ist keine Besserung in Sicht? Dann lesen Sie sich doch einfach gesund!

Laut einer repräsentativen Umfrage unter 5.000 Befragten in Deutschland von „Vorsicht Buch!“, einer Initiative der Deutschen Buchbranchen, machen Bücher gesünder. Ein gutes Buch zu lesen, ist für etwa 17 Prozent der Befragten das Beste für den Heilungsprozess. Für jeden Fünften ist eine Tasse Tee das ultimative Heilmittel. Wie wäre es also, wenn Sie ein gutes Buch und eine leckere Tasse Tee genießen? Garantiert besonders heilsam! In unserem Newsletter haben wir ein paar Empfehlungen für Sie zusammengestellt, die Sie garantiert gut durch die Grippezeit bringen.

Wir wünschen viel Vergnügen beim Stöbern und freuen uns auf Ihren Besuch im Laden, auf unserer Homepage oder auch gerne auf Facebook!

Ihre Glockenbachbuchhandlung

„Geschichte eines neuen Namens“ von Elena Ferrante

Endlich, der neue Roman von Elena Ferrante ist da! In „Geschichte eines neuen Namens“ treffen wir wieder auf Lila und Elena. Alles ist im Umbruch, die beiden wollen den beengten Verhältnissen ihres Viertels entfliehen und ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Auch, wenn Sie dafür einen hohen Preis zahlen. Aber Lila und Elena sind nicht nur Freundinnen, sondern auch Konkurrentinnen und ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt.

Die „Geschichte eines neuen Namens“ ist die perfekte Fortsetzung von „Meine geniale Freundin“. Selten wurde eine Frauenfreundschaft so klug und packend dargestellt. Ein absolutes Highlight der Gegenwartsliteratur. Hier in unserem Shop bestellen.

„Cox oder Der Lauf der Zeit“ von Christoph Ransmayr

Ein vollkommen entschleunigtes Leseerlebnis ist der neue Roman des großen österreichischen Stilistikers Christoph Ransmayr. Der mächtigste Mann der Welt, der chinesische Kaiser Quianlong, träumt von einer besonderen Uhr, die die Zeit auf unterschiedliche Art misst. Vergehen glückliche Stunden nicht schneller als unglückliche? Hat ein Kind nicht ein anderes Zeitgefühl als ein Sterbender? Diese unlösbare Aufgabe überträgt der Kaiser dem berühmten englischen Uhr- und Automatenmacher Alistar Cox. Scheitert er, droht ihm und seinen Gehilfen der Tod.

In seiner präzisen Sprache beschreibt Ransmayer den Kampf von Cox für und gegen die Zeit – das Ganze eingebettet in der Kulisse des prächtigen und höchst intriganten chinesischen Kaiserhofs. Eine ruhige, poetische Parabel über Leben und Tod, Zeit und Ewigkeit. Hier im Shop bestellen.

„Die Terranauten“ von T.C. Boyle

Wie immer schräg, lustig und mit viel psychologischem Gespür – ein echter „Boyle“. Der Plot: Vier Frauen, vier Männer, zwei Jahre in einem riesigen Terrarium. Basierend auf einer wahren Geschichte erzählt T.C. Boyle in seinem neuen Roman „Die Terranauten“ die Geschichte von acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Diese leben in den 90er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts unter einer riesigen Glaskuppel und versuchen eine eigene neue Welt zu erschaffen. Zwei Jahre lang dürfen die Bewohner die „Ecosphere“ nicht verlassen.

Ob dieses Experiment gut geht? Sehr amüsant und mit großer Ein- und Weitsicht erzählt. Hier im Shop bestellen.

„Die Ehefrau“ von Meg Wolitzer

Pointiert, kurzweilig und voller Abgründe – der neue Roman von Meg Wolitzer trifft die Absurditäten menschlicher Beziehungen auf den Punkt. Jede Ehe erfordert Opfer. Niemand weiß es besser als Joan Castleman, die Frau eines durch und durch egozentrischen Schriftstellers. Der bekommt endlich den ersehnten Helsinki-Literaturpreis. Doch seine Frau hat endgültig genug. Seit 40 Jahren steht sie im Schatten ihres Mannes und jetzt hat sie beschlossen, alles zu verändern.

Meg Wolitzer hat ein wunderbares Gespür für Zwischenmenschliches und erzählt mit viel Verve und Augenzwinkern. Hier im Shop bestellen.

„Männer mit Erfahrung“ von Castle Freeman

Wir finden, es ist immer gut, etwas zum Lachen auf dem Nachttisch liegen zu haben. Und der Plot ist nicht nur schräg, sondern auch äußerst witzig: Im tiefsten Virginia wird eine Frau von einem gefürchteten Bösewicht belästigt. Der Sheriff kann oder will nicht helfen, doch es finden sich zwei Männer – steinalt der eine, nicht eben schlau der andere – die ihr zur Seite stehen. Komisch, lakonisch und extrem spannend. Dieses Buch wird diejenigen, die schrägen Humor zu schätzen wissen, begeistern. Christine Westermann meinte „Ein Roman, der fast nur aus Dialogen besteht, aber die sind großes Kino. … Ein ziemlich ungewöhnlicher, aber vielleicht genau deshalb auch ziemlich guter Roman.“ Dem können wir nur zustimmen. Wir lieben es!

 



 

„Meine geniale Freundin“ von Elena Ferrante

Was für ein Schatz diesferrantees Buch doch ist! Es ist das treffendste Porträt einer Frauenfreundschaft, das ich je gelesen habe. Die hochbegabte Lila und die schüchterne Elena könnten kaum unterschiedlicher sein. Und doch sind sie seit frühester Kindheit beste Freundinnen. Das bleiben sie auch 60 Jahre lang. Bis Lila spurlos verschwindet und Elena alles Revue passieren lässt, um das Geheimnis zu lösen. Geheimnisvoll ist auch die Autorin: Sie gilt eine der wichtigsten Literatinnen Italiens – nur weiß niemand, wer sie tatsächlich ist, denn „Elena Ferrante“ ist ein Pseudonym. Wer sich auch immer dahinter verbergen mag: Ich fiebere schon dem zweiten Band dieser insgesamt vierbändigen neapolitanischen Saga entgegen.

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„Am Rand“ von Hans Platzgumer

„Am Rand“ ist ein ZuSU_Platzgumer_2.inddmutung- in positivem Sinne. Denn Gerold Ebner, die tragische Hauptfigur des Romans, hat zwei Menschen den Tod gebracht – aber ist er deshalb ein Mörder? Eines Morgens besteigt er einen Berg und es ist klar, dass er nicht mehr zurückkommt. Fesselnd bis zum Schluss schildert Ebner die Ereignisse, die ihn an den Rand Bergs geführt haben. Völlig zurecht auf der Long List des Deutschen Buchpreises!

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„Nora Webster“ von Colm Tóibín

Nora Webster ist Toibin_25063_MR.inddkatholisch, aber unkonventionell. Nach dem plötzlichen
Tod des Mannes ist sie alleine mit vier Kindern. Sie versucht, ein selbstbestimmtes Leben als Frau und Mutter zu führen. Der Autor beschreibt Noras innerliche und äußerliche Veränderungen aus deren Mutter-Perspektive. Ein Roman über eine stille Heldin, die ihren eigenen Unabhängigkeitskampf im provinziellen Irland der 60er-Jahre führt. Ein ruhiges, unaufgeregtes Meisterwerk!

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„Nichts ist je vergessen“ von Wendy Walker

Und dann nwalkeroch ein brillanter Krimi – Spannung pur! Damit Jenny nach einem traumatischen Ereignis weiterleben kann, löschen Ärzte ihre Erinnerung mit Medikamenten. Aber ihr Körper kann nicht vergessen. Er hat das gespeichert, was ihr angetan wurde. Mit ihrem Therapeuten rekonstruiert Jenny Stück für Stück die Ereignisse jener verhängnisvollen Nacht. Aber ist das, was sie mühsam aus ihrem Unterbewusstsein herausschält, wirklich passiert? Und kann sie denen, die ihr helfen wollen, auch wirklich vertrauen?

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„Alles Licht, das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr

Jetzt endlich als Tadoerrschenbuch!

Kunstvoll verwoben erzählt Anthony Doerr die Geschichte zweier Jugendlicher im Zweiten Weltkrieg: Der junge Waise Werner wird zur Wehrmacht eingezogen.  Die blinde Marie -Laure flieht mit ihrem Vater von Paris nach Saint-Malo. Unaufhaltsam treiben Werner und Marie-Laure aufeinander zu, bis sich ihre Lebenswege für einen schicksalhaften Augenblick kreuzen.

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Von Rosen und Büchern

„Das Buch ist wie eine Rose, beIMG_20160531_121816im Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz“

Mit diesem kleinen persischen Aphorismus möchten wir Ihnen diesen Monat gerne wieder Neuheiten aus der literarischen Buchstabenschmiede der Belletristikverlage vorstellen. Machen Sie sich bereit für magische Welten mit poetischem Zauber, kleine und große Helden und britischen Humor mit viel Feingefühl!

„Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells

„Eine schBildschirmfoto 2016-06-03 um 09.01.20wierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind – man weiß
nie, wann er zuschlagen wird“

Der 1984 in München geborene Autor erzählt von drei Geschwistern, die nach dem frühen Unfalltod der Eltern in Internaten aufwachsen. Jedes der besonderen Kinder hat seine eigene Art, mit Trauer und Verlust umzugehen. Benedict Wells weiß, wovon er schreibt, denn er selbst hat drei verschiedene Internate durchlaufen. Jules, der Ich-Erzähler ist gerade mal 11 Jahre alt, als seine behütete Welt zerbricht und sich zudem auch noch seine Geschwister von ihm zu entfernen scheinen. Im zweiten Teil der Geschichte wird beschrieben, wie er versucht mit der Gründung einer eigenen Familie den Verlust zu überwinden. Eine berührende Geschichte vom Verlassenwerden und Zueinanderfinden, mit allen emotionalen Höhen und Tiefen. Unbedingt lesenswert!

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„Straße der Wunder“ von John Irving

Der hochBildschirmfoto 2016-06-03 um 09.00.39begabte Juan Diego und seine stumme Schwester Lupe sind Müllkippenkinder in Mexiko. Doch sie haben gute Chancen dem Schicksal zu entrinnen, der Junge bringt sich mit Hilfe einer alten Klosterbibliothek Lesen und Schreiben selber bei, und Lupe versucht sich als Wahrsagerin. Außerdem vereint beide eine ganz spezielle Gabe: sie verfügen über magische Wunderkräfte. Beide gelangen auf Umwegen zum „Circo las Maravillas“, ein Name, der Fantastisches verspricht. John Irving`s Meisterwerk führt uns in eine magische Welt voller poetischer Zärtlichkeit. Ein Buch, das bis zur letzten Seite verzaubert!

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„Eine treue Frau“ von Jane Gardam

Ist die Liebe einGardam_25074_MR.indde Frage der Haltung?
Kann sie diesen erfolgreichen Anwalt lieben oder zieht es sie doch zu seinem schlimmsten Feind, der jetzt auch noch im Haus nebenan wohnt? Nach dem „Untadeligen Mann“ folgt der 2. Roman der hinreißenden Trilogie um Old Filth, diesem scheinbar untadeligen Anwalt. Wir kennen seine bewegte Lebensgeschichte und nun ist es an seiner Frau Betty, uns ihre Version der Geschichte zu erzählen. Gardam erzählt auf mehreren Zeitebenen mit viel Feingefühl und Empathie, zugleich aber mit jenem britischen Humor, der diese Lektüre zur hellen Freude macht. Wir freuen uns schon auf den 3. Band!

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„Sirius“ von Jonathan Crown

Dies sind die Ab9783462048582_5enteuer des Foxterriers Sirius, geboren 1938 in Berlin und im letzten Moment mit seiner jüdischen Familie nach dem Novemberprogrom nach Hollywood ausgewandert. Dort lernt er jede Menge Leute kennen: Marlene Dietrich, Billy Wilder, Cary Grant, John Wayne – er lernt sie alle kennen, die Reichen und die Schönen und die Mächtigen. Wie kommt es, dass aus einem kleinen Hund ein so großer Held wird?
Es geschehen eben doch Zeichen und Wunder!

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Die schönsten Bücher 2015

PeterFür das neue Jahr möchten wir Ihnen noch unsere besten Wünsche mit auf den Weg geben und ein paar literarische Wegbegleiter gleich mit dazu! Wir freuen uns sehr, unsere persönlichen Highlights des vergangenen Jahres mit Ihnen teilen zu dürfen!

„Ein untadeliger Mann“ von Jane Gardam

Gardam_24924_mit_BS_MR1.inddUnser Favorit, gleich zu Beginn: Erzählt wird die Geschichte eines alten Richters aus dem Britischen Empire. Feather, so sein korrekter Name, verbringt die ersten vier Lebensjahre in Malaysia und wird dann als sogenanntes „Kind des Raj“ nach England zu einer sadistischen Pflegemutter gegeben. Viel später in seinem Leben, als seine Ehefrau Betty überraschend stirbt, fängt die Fassade an zu bröckeln und er begibt sich wieder in die Vergangenheit. Gardam versteht es meisterhaft, den Figuren ihre Würde zu lassen und erzählt mit grosser Diskretion und leichtem Witz, das von Schicksalsschlägen gezeichnete Leben des sympathischen „Filth“.

Endlich wurde die grossartige Erzählerin (mit 87 Jahren!) auch bei uns entdeckt – und das Beste: Es kommen noch zwei Bände nach.

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„Der Garten über dem Meer“ von Mercè Rodoreda

Rodoreda_Schuber_kleinMein Zufluchtsort in der stressigen Vorweihnachtszeit war ein Garten, besser gesagt „Ein Garten über dem Meer“ von Mercè Rodereda. Ich habe den alten, weisen Gärtner in seinem verwunschenen Garten besucht, seinen Erzählungen aus der Vergangenheit gelauscht. Doch die scheinbar heitere Idylle des Sommerhauses hat haarfeine Risse, die jedes Jahr etwas tiefer werden. Was ist mit der Liebesgeschichte zwischen Francesc und Rosamaria? Wer ist das mysteriöse Paar auf dem benachbarten Anwesen? Sechs Jahre lang begleitet man im Spanien der Zwanziger Jahre viele unterschiedliche Menschen, liest zwischen den Zeilen, folgert aus Andeutungen. Die Grande Dame der katalanischen Literatur entwirft ein stimmungsvolles Bild der Jahre vor dem Spanischen Bürgerkrieg und erschafft einen Kosmos, in dem man den grossen Gatsby auf jeder Cocktailparty vermutet.

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„Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ von Joachim Meyerhoff

9783462048285_5Das ist das dritte Buch von Schauspieler und Autor Joachim Meyerhoff, für uns war es das Beste: Das Unerwartete geschah – Meyerhoff wurde an der renommierten Otto Falckenberg Schauspielschule in München angenommen. Doch München ist teuer, Wohnraum knapp und das Budget klein. Was bietet sich da besseres an, als zu den betagten Grosseltern nach Nymphenburg zu ziehen? Hier ist die Zeit stehengeblieben. Der Alltag ist geprägt von eiserner Disziplin und starren Ritualen. Nicht zu vergessen, die theatralischen Ausbrüche seitens der Grossmutter, einer ehemaligen Diva, sowie jede Menge Alkohol, ergänzt durch den sorglosen Umgang mit Medikamenten (Stichwort: Einschlafhilfen…). Im Gegenzug die Ausbildung an der Schauspielschule, die ihm alles abverlangt. Der Autor beherrscht die Gratwanderung zwischen Tragödie und Komödie, voller Liebe und Empathie beschreibt er das Zusammenleben mit den Grosseltern und sein Anfänge als Schauspieler.
Mir hat dieser Band besonders gut gefallen und ich könnte mir vorstellen, dass Sie meine Begeisterung teilen werden.

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„Charlotte“ von David Foenkinos

Charlotte von David FoenkinosDavid Foenkinos Roman über die jüdische Malerin Charlotte Salomon, geboren 1917 in einer bürgerlich assimiliert-jüdischen Berliner Familie, ist für mich ein ganz außergewöhnliches Buch. Die tragische Geschichte Charlotte Salomons, die vor den Nazis nach Südfrankreich geflohen, dort verraten und nur 26-jährig in Ausschwitz ermordet wurde ist sehr bewegend. Foenkinos findet einen ganz eigenen Stil um Charlotte Salomons Leben und das ihrer Familie zu erzählen. Ein nachdenkliches, berührendes Buch!
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„Reisen im Licht der Sterne“ von Alex Capus

Capus_24899_MR1.inddWas wäre, wenn es den Schatz von R.L. Stevensons „Schatzinsel“ doch gäbe? Und wenn Stevenson aus genau diesem Grund mit seiner Familie auf die Südseeinsel Samoa gezogen wäre? Alex Capus rekonstruiert in seinem gründlich recherchierten Roman Stevensons Aufenthalt auf Samoa und lädt den Leser auf eine Reise über den Pazifik ein und bringt ihm die gestrandeten Glücksritter, Kolonialisten, Abenteurer und Schatzsucher näher.
Lassen Sie sich auf die auch literarisch gelungene Reise entführen – es lohnt sich!

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Unser literarischer Herbst

Stitched Panorama

Die Bäume färben sich prächtig bunt, es duftet nach fallendem Laub und Wind und Wetter läuten die gemütliche Zeit ein. Bunt ist auch das Potpourri an Literaturtipps in unserem Oktober-Newsletter. Viel Vergnügen damit!

„Der Biophilia-Effekt“ von Clemens G. Arvay

12106848_1192669844082625_144503917030321001_nAm 15. Oktober 2015 drehte sich in der Glockenbachbuchhandlung alles um das Thema Gesundheit und Heilung durch die Natur. Denn wir hatten den Bestseller Autor Clemens G. Arvay bei uns in der Glockenbachbuchhandlung zu Gast. Was für ein wundervoller Abend! Er hat aus seinem neuen Buch „Der Biophilia Effekt“ erzählt und uns alle begeistert. Auch wenn wir wussten, dass uns die Natur gut tut, waren wir doch erstaunt, in welchem Maße Pflanzen die Fähigkeit haben, mit unserem Immunsystem zu kommunizieren. Denn „Biophilia“ bedeute so viel wie die menschliche Hingabe, die innerer Sehnsucht zur Natur. Sehr lesenswert!

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„Treibsand“ von Henning Mankell

Mankell_05736_MR.inddIn diesem sehr persönlichen Buch sucht Henning Mankell  Antwort auf die Frage, was es heißt, ein Mensch zu sein, und was bleibt, wenn wir nicht mehr sind. Episoden und Schlüsselszenen aus seinem eigenen Leben verwebt er mit solchen aus der Kulturgeschichte. Der schlimmste Schock war für ihn die Krebsdiagnose der das Gefühl folgte, langsam im Treibsand zu versinken. Im Nachdenken über wichtige Fragen des Lebens fand er ein Mittel, diese Krise zu überwinden. Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Welche Art der Gesellschaft will ich mitgestalten? Die Melancholie über seinen Zustand schwingt immer mit, dennoch ist dieses zutiefst menschliche Buch kein Buch über den Tod – es endet mit einer Beschreibung eines  Moments, in dem er große Freude empfunden hat. „Treibsand“ macht nochmals deutlich, welch großartigen Schriftsteller wir verloren haben.

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„Wer die Nachtigall stört“ von Harper Lee

U1_978-3-498-03808-3.inddDies ist, in vollständig überarbeiteter Übersetzung, die Neuausgabe eines modernen Klassikers der Weltliteratur. Harper Lee nimmt uns tief in den Süden der Vereinigten Staaten mit, in die Zeit der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts. Aus der Sicht der achtjährigen Scout Finch lernen wir ihre Familie kennen, das kleine Örtchen Maycomb und seine wichtigsten Bewohner. Durch ihre Kinderaugen betrachtet erfahren wir, wie sich tiefe Risse durch die alte Gesellschaft des Südens ziehen, zwischen Schwarz und Weiß, Arm und Reich. Gleichzeitig erzählt Scout von ihren Abenteuern mit ihrem Bruder Jem und wie oft Vater Atticus beide Augen zu drückt, wenn das Geschwisterpaar mal wieder reichlich Unfug angestellt hat. Er liebt seine Kinder über alles und von ihm lernen sie, was Gerechtigkeit und Menschlichkeit bedeutet.
Dieses Buch ist „Tom Sawyer“ für Erwachsene, es verzaubert, bringt zum Lachen und macht gleichzeitig nachdenklich. Lesegenuss pur von Anfang bis zum Ende!

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„Der Elefant, der das Glück vergaß“ von Ajahn Brahm

Der Elefant der das Glueck vergass von Ajahn Brahm„Buddhistische  Geschichten, um Freude in jedem Moment zu finden“ lautet der Untertitel dieses wunderbaren Büchleins, das einem wirklich Freude bringt. In seinen mehr als 100 Kurzgeschichten vermittelt Ajahn Brahm auf einfühlsame und humorvolle Weise zeitlos gültiges Lebenswissen. In seinen Erzählungen treffen wir auf eine lebensmüde Spinne, bürokratische Tyrannen, gute Geister, Politiker im Brunnenschacht und erhalten dadurch liebevolle Lektionen in Sachen Achtsamkeit, Toleranz und Leichtigkeit im Leben. Ein Sammelsurium, das man immer wieder zur Hand nehmen und darin stöbern kann!

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„Das Gegenteil von Einsamkeit“ von Marina Keegan

Zum Abschluss u1_978-3-10-002276-9möchten wir Ihnen ein Buch vorstellen, das uns ganz besonders ans Herz gewachsen ist. Versammelt sind hier Stories und Essays einer jungen amerikanischen Literaturstudentin, deren Sprache so rhythmisch und klangvoll ist und von einer literarischen Reife zeugt, wie sie in diesem Alter eigentlich noch gar nicht ausgeprägt sein dürfte. Keegan beobachtet ihr Umfeld, ihre Mitmenschen und ihr Leben so scharfsinnig und klarsichtig, stürmisch feiert sie die Jugend und leidenschaftlich ruft sie dazu auf, Vertrauen in die eigene Zukunft zu haben und seiner Bestimmung zu folgen. Ein Plädoyer für Optimismus und Zuversicht, das man jedem jungen Menschen in die Hand drücken sollte! Umso schwerer ist es zu verstehen, dass Marina Keegan wenige Tage nach ihrem Yale-Abschluss bei einem Autounfall ums Leben kam und ihrem Aufruf selbst nicht mehr folgen konnte. So gerne hätten wir mehr von ihr gelesen!

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Musikwünsche und Dschungelfieber

Wir lecken uns, wie immer, die Finger nach besonderen
Neuerscheinungen und sind wieder einmal fündig geworden. Was passt besser zu dieser Jahreszeit als ein schönes Plätzchen in der spätsommerlichen Sonne und dazu ein besonderes Buch?

Geniessen Sie unsere spätsommerliche Auswahl…

„Billy“ von Einzlkind

EinzlBilly wächst liebevoll bei der Familie seines Onkels in Schottland auf – seine Hippieeltern haben sich mit einer Überdosis ins Jenseits befördert.
Hinterlassen haben sie ihrem Sohn einen exzellenten Musikgeschmack, für die philosophische Bildung sorgt Onkel Seamus. Der ist ein gutes Vorbild, und als es daran geht, in das Familienunternehmen einzusteigen, zögert Billy nicht. Es handelt sich um ein Dienstleistungsunternehmen, genauer gesagt, er steigt in die Firma für Auftragsmorde mit ein.
Die zu Ermordeten sind selbst Täter, 12 Mal hat er bisher seinen Job getan (nicht, ohne den Betreffenden noch einen letzten Musikwunsch zu
erfüllen). Jetzt führt ihn sein Weg nach Las Vegas, um seinen Kumpel Whip zu treffen. Unterwegs tut sich ein ganzes Panoptikum an seltsamen Gestalten auf. Ein Indianer, der Gedanken lesen kann, ein Fahrer, der gehörige Mengen an Lachgas benötigt, um in Fahrt zu kommen, Elvis, der Superstar, der sich versehentlich mit W schreibt, gnadenlos pokernde Omas… All diese Treffen werden mit Tiefgang beschrieben und mit philosophischen Gedanken gewürzt.

Hier werden Krimi-Elemente mit Philosophie und Humor verbunden. Wer auch immer sich hinter dem Pseudonym „Einzlkind „verbirgt – er schreibt genial.

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„Baba Dunjas letzte Liebe“ von Alina Bronsky

9783462048025_5Baba Dunja ist Heimkehrerin. Ungewöhnlich ist der Ort der Rückkehr, ein kleines Dorf in der Nähe Tschernobyls. Manches ist hier anders – die großen Spinnen, Vögel, die singen wie sonst nirgends, blinde Kätzchen… aber es gibt Wasser aus dem Brunnen und manchmal auch Strom.
Der Einkauf im nächsten Dorf gleicht einem Tagesausflug, und trotzdem wohnen die Handvoll Leute gerne in ihrer gewohnten Umgebung. Unter ihnen ist Baba Dunja, die gelernte Kranken-schwester mit einer großen Portion Humor, eine Respektsperson, eine Art Bügermeisterin, eine
außergewöhnliche Frau, die ihr selbstbestimmtes Paradies gefunden hat. Für die Alten im Ort bedeutet die Strahlung längst keine Gefahr mehr, aber als ein gesundes Kind hergebracht wird, ändert sich alles.

Alina Bronsky hat mit diesem Roman eine untergegangene Welt auferstehen lassen. Komisch, klug und herzzerreißend erzählt sie die Geschichte eines Dorfes, das es so nicht mehr gibt.

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„Jeder Tag gehört dem Dieb“ von Teju Cole

Cole_24772_MR1.inddVielleicht ist er manchen Lesern bekannt aus „Open City“, aber das Debüt des nigerianisch – amerikanischen Autors Teju Cole ist dieses Buch, das aus den Blog Einträgen aus dem Jahre 2007 entstanden ist…
Er beschreibt seine Reise nach Lagos, dem Ort seiner Kindheit. Die Stadt ist ein Moloch voller Geschichten, Geschichten, die ihn faszinieren oder
verzweifeln lassen. Begeistert haben mich sein Gespür für Stimmungen und die Fähigkeit, Magie und Wahrhaftigkeit zu verbinden.
Ein lebenspralles Buch von der Verzweiflung eines Nigerianers über seine Heimat, die ihn zugleich anzieht und abstößt.

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„Anatomie der Wolken“ von Lea Singer

WolkenJohann Wolfgang von Goethe und Caspar David Friedrich – zwei Genies, zwei deutsche Berühmtheiten, die allerdings unterschiedlicher nicht sein könnten. Goethe, überaus selbstbewusst, starrköpfig und stolz und Friedrich, dessen Nervenkostüm so zart, wie seine Bilder auch ist. Doch eines verbindet sie: Beide sind gebannt von der Erkundung der Wolken, der eine möchte sie wissenschaftlich systematisieren und erforschen und dadurch noch mehr Ruhm erlangen, der andere sucht malerisch sein Heil darin und die Nähe zu Gott. Wie kann es ausgehen, wenn zwei so anders gestimmte Menschen und Künstler aufeinandertreffen?
Lea Singer hat es auch wieder in „Anatomie der Wolken“ hervorragend geschafft, wohl recherchiertes biographisches Wissen in eine fiktive Handlung einzubetten und somit ein Stück deutsche Geschichte lebendig und bildhaft werden zu lassen.

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„Euphoria“ von Lily King

EuphoriaAuch dieses intelligente Buch beruht auf wahren Begebenheiten: Neuguinea, Anfang der 1930er Jahre: Drei junge Ethnologen – die schon berühmte und charakterstarke Nell Stone, ihr Mann Fen, der versucht sich aus dem Schatten seiner Frau zu lösen und der Brite Andrew Bankson, sensibel und einfühlsam, treffen im Dschungel aufeinander. Eine Dreiecksbeziehung bahnt sich an, vollkommen logisch und trotzdem höchst verstörend. Hier im ewig tropischen Grün, schwül, flirrend und magisch, kommen tief verborgene Gefühle und dunkle Geheimnisse an die Oberfläche. Lily King lässt uns selbst zu Ethnologen werden, indem sie uns direkt in die Seele und Psyche ihrer drei Protagonisten blicken lässt, ob es uns gefällt, was wir da sehen oder nicht.
Wenn man dieses Buch aufschlägt, packt einen das Dschungelfieber sofort und lässt einen bis zum Schluss nicht mehr los!

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Urlaubszeit ist Lesezeit

Lesende 1 kleine AuflösungEndlich ist es so weit! Die Ferien haben angefangen, der Sommer zeigt sich von seiner schönsten Seite und die literarischen Neuerscheinungen sind so zahlreich wie Sonnenschirme an den Stränden! Damit Sie, zumindest was die Auswahl Ihrer Urlaubslektüre betrifft, nicht ins Schwitzen kommen, haben wir für Sie mit der größten Freude eine kleine Vorauswahl getroffen!

„Ein Leben mehr“ von Jocelyne Saucier

lebensaucDieses Buch erzählt von drei alten Männern, die zurückgezogen in den Wäldern Kanadas leben. Jeder einzelne von ihnen hat seine Geschichte, hat eine zweite Chance bekommen. Und eines verbindet alle drei: die Sehnsucht nach einem freien, selbstbestimmten Leben. Der Wunsch nach einem unbehelligten Dasein scheint sich erfüllt zu haben, bis eine Fotografin zu ihnen stößt, auf der Suche nach dem legendären „Boychuck“, einem Überlebenden der Großen Brände. Damit nicht genug findet auch noch eine eigensinnige Dame um die 80, namens Marie-Desneiges ihren Weg zu den Einsiedlern – und bleibt. Es entsteht etwas, was niemand für möglich gehalten hätte.

„Ein Leben mehr“ ist eine leidenschaftliche Hommage an die Liebe, die Freiheit und die Natur!

„Sungs Laden“ von Karin Kalisa

sungs_coverDen Roman möchten wir angesichts der aktuellen Flüchtlingspolitik so manchem gerne in die Hand drücken, um zu zeigen, was möglich wäre…

An der Berliner Schule von Sungs Sohn findet ein multikulturelles Schulprojekt statt. Zusammen mit seiner vietnamesischen Großmutter und einer alten Holzpuppe erzählt er Mitschülern, Eltern und Lehrern Geschichten aus seiner Heimat und löst damit eine Welle der Begeisterung für die asiatische Kultur in seinem Viertel aus. Lebensgeschichten aus Fernost und der ehemaligen DDR werden ausgetauscht, man nähert sich neugierig an und es wird bunt, lebendig und vielseitig – multikulti eben.
Eine Utopie? Vielleicht gar nicht so weit von der Realität entfernt…

Eine wunderbare Idee, mit Wärme und Witz geschrieben, toll zu lesen und definitiv eines unserer Lieblingsbücher!

„Charmanter Mann aus Erstbesitz“ von Hilma Wolitzer

cover mann erstbesitzIm Urlaub muss er mit, der „Charmante Mann aus Erstbesitz“.
Hier geht es, oh Wunder, um die Liebe! Nicht um die Liebe in ganz jungen Jahren sondern um Edward Schuyler, 62 Jahre, Biologielehrer und frisch verwitwet. Edward ist charmant, kultiviert und bestimmt der „Richtige“ für die richtige Frau. Das finden zumindest die Nachbarinnen, die ihn umschwärmen und das denken auf jeden Fall seine Kinder, die für den Herrn Papa eine Kontaktanzeige aufgegeben haben. Und so absolviert Edward einige ziemlich skurrile Dates mit nicht minder skurilen Damen.
Hilma Wolitzer ist ein durchaus bezaubernder Unterhaltungsroman mit glaubhaften Figuren gelungen – Edward ist für uns der ideale Urlaubsbegleiter!

„Momente der Klarheit“ von Jackie Thomae

Thomae_24943_MR1.inddUm Gefühle geht es auch in „Momente der Klarheit“. In dem Episodenroman erzählt Jackie Thomae von Menschen, denen die Liebe abhanden gekommen ist, über Menschen, die das Glück verlässt und die dennoch weiterhin daran glauben. Über die menschliche Sehnsucht in den Städten von heute. Eine unromantische Komödie, so hart und komisch, wie das Leben selbst.

In diesem Roman begegnet jede Figur dem Leser immer wieder neu – und immer wieder glaubhaft!

„Ich packe meinen Koffer“ – und dieses Buch muss mit!

„Kreidemädchen“ von Carol O´Connell

Kreidemaedchen von Carol OConnellDieser Thriller sorgt auch an heißen Tagen für Gänsehaut!
Die amerikanische Kultautorin hat endlich wieder ein neues Buch geschrieben, für uns einer der packendsten Krimis der Saison.

Ein eigenartiges Mädchen wird im Central Park aufgefunden. Sie hat das Aussehen einer Elfe, ist sehr anlehnungsbedürftig und an ihrer Kleidung klebt Blut. Es sei vom Himmel geflossen, erklärt sie den verblüfften Polizisten. Die halten sie für verrückt, bis sie die Leiche entdecken, die im Baum hängt …
Die Geschichte ist geschickt um die Persönlichkeit des kleinen Mädchens mit dem Williams-Syndrom konstruiert – außergewöhnlich und irre spannend!

„Girl on the train“ von Paula Hawkins

Girl on the TrainDu kennst sie nicht aber sie kennt dich von Paula Hawkins

„Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich“ – für alle die gerne Zug fahren…

Dieser Roman steht nicht umsonst auf den Bestseller-Listen!

Rachel fährt Zug, jeden Tag die gleiche Strecke. Sie blickt in die vorbeiziehenden Häuser (in einem hat sie selbst jahrelang gewohnt), sieht immer die gleichen Gesichter und denkt sich fiktive Namen für die Bewohner aus. Besonders ein Pärchen ist ihr ans Herz gewachsen: Jess und Jason.

Eines Tages jedoch ist Jess verschwunden, Rachel hat etwas gesehen – oder?



 

Sommerzeit =Lesezeit!

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Was gibt es Schöneres als Urlaub auf Balkonien oder im eigenen Garten zu machen?
Anregungen zur Gestaltung von Lieblingsplätzen, zu optimalen Bepflanzung von kleinen Gärten, zum gemütlichen Citygarten bis hin zum stylischen Wassergarten und vieles mehr finden Sie in unseren Gartenbüchern:

„Mein Citygarten“ von Matt James

9783831025770In diesem reich bebilderten und ansprechend gestalteten Gartenbuch finden Sie praktische Tipps und Gestaltungsgrundlagen für Ihre grüne Oase mitten in der Stadt. In 16 Gartenprojekten wird von Anpflanzungen vor Mauern bis zu dauerhaften Topfarrangements Schritt für Schritt Bepflanzung, Gestaltung und Pflege des Stadtgartens erklärt. Ob Vorgarten, Balkon, Hinterhof oder Dachterrasse, „Mein Citygarten“ beinhaltet viele anschauliche Beispiele für die optimale Pflege und Ausnutzung Ihres kleinen grünen Reiches!

„50 kleine Gärten – Das Ideenbuch von 20 bis 150 qm“ von Hanneke Louwerse

Louwerse_50kleine GaertenDiesem Buch merkt man an, dass die Autorin selbst leidenschaftliche Gärtnerin ist, deren Garten in den Niederlanden jährlich zahlreiche Besucher anlockt. Vorgestellt werden 50 verschiedene Garten-Iden, unterlegt von zahlreichen Fotos und Gartenplänen mit genauen Quadratmeterangaben, die für eine größtmögliche Ausnutzung von kleinen Flächen sorgen. Praktische Tipps für Pflanzen, Stil, Farben, Formen, Materialien und Pflege werden dabei nicht vernachlässigt und machen die Gestaltung des eigenen kleinen Traumgartens zu einem Kinderspiel.

„Gärtnern im Topf – Obst und Gemüse selbst anbauen und geniessen“

9783831025381Nach dem Motto „Kein Platz? Gibt´s nicht!“ zeigt uns diese vielfältige und reich illustrierte Buch, wie man auch auf kleinstem Raum leckere Köstlichkeiten selbst anbauen kann. Von raumsparenden Pflanzsystemen bis zum Hochbeet auf dem Balkon, die praktische Anleitung für den Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern finden Sie hier. Neben gärtnerischem Grundwissen, leistet das Buch Hilfestellung bei Planung, Vorbereitung und Pflege der Kostbarkeiten im Topf. Zu loben sind ebenfalls die Pflanzenporträts nebst ausführlichen Informationen, die ein breites Angebot an pflanzbaren Möglichkeiten zur Wahl stellen.

„Ein Garten für die Seele“ von Susanne Oswald

Oswald_EinGartenfürdieSeeleUnsere Welt dreht sich jeden Tag ein bisschen schneller und Hektik und Stress gehören mittlerweile leider oft zum Alltag. Die Autorin zeigt uns mit diesem traumschönen Buch, wie man sich seine Seelenoase im Garten schaffen kann, um neue Kraft und Energie zu schöpfen. Es entspannt schon, allein darin zu blättern und sich die inspirierenden Fotografien und wundervoll passende Zitate zu Gemüte zu führen. Schwelgen Sie in 10 Themengärten, wie Wildkräuter-, Duft-, oder Schmetterlingsgärten, die man sich durch die gegebene Anleitung ganz einfach selbst erschaffen kann. Als Besonderheit sind auch die ausgewählten Rezepte und ihr Nutzen für Gesundheit und Wohlbefinden hervorzuheben. Ein besonderes Buch für Ihren ganz besonderen Rückzugsort im Grünen!

„Alte Gemüsesorten neu gekocht“ von Keda Black

9783038005926„Zurück zu den Wurzeln!“ ist Tenor dieses wunderbaren Kochbuchs, das unter anderem auch durch seine effektvollen und raffiniert fotografierten Gerichte besticht. Ganz und gar nicht altbacken kommen die 100 einfachen, aber originellen Rezepte daher und lassen einem sofort das Wasser im Munde zusammen laufen. Pastinaken-Gnocchi, Topinambursuppe mit Jakobsmuscheln oder Tartelettes mit roter Bete und Nusspaste – ob roh, gebacken oder aus der Pfanne, die alten Gemüse locken mit vielfältigen Geschmackserlebnissen. Bereichert wird das Ganze durch eine praktische und übersichtliche Warenkunde. Wir wünschen Bon Appetit!



„Alles wird hell“ von Julia Jessen

9783956140242Der Debütroman von Julia Jessen erzählt die Geschichte von Oda, angefangen mit der ersten Lüge in ihrer Kindheit, in der sich schon der spätere Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmtheit ausdrückt, bis ins Erwachsenenleben und dem Wunsch nach einem Platz in Familie, Gesellschaft, der Liebe und dem Leben überhaupt. Wir begleiten Oda  bis ins hohe Alter hinein, in der sie noch mit einer schweren Entscheidung zu kämpfen hat. „Alles wird hell“ ist ein sehr bildhafter und traumschöner Roman, der mit leisen Tönen in die Seele und Empfindungen der Hauptfigur blicken lässt und es vermag ein ganzes Leben kurzweilig und berührend abzubilden. Ein wundervolles Buch für magische Sommerstunden!

„Stimmen“ von Ursula Poznanski

Stimmen von Ursula Poznanski © RowohltFür alle, die Gänsehaut nicht fürchten, ist der neue Roman von Ursula Poznanski „Stimmen“ perfekt.
Der brillante Thriller führt uns nach Salzburg, oder, genauer gesagt, in die Psychatriestation des Klinikums Salzburg Nord.Dort ist man auf besonders schwere Fälle spezialisiert.
Als einer der Ärzte tot aufgefunden wird muss die Ermittlerin versuchen, aus den traumatisierten Seelen Informationen herauszulocken.
Doch hier herrschen eigene Regeln.
Und dann wird der nächste Tote gefunden…

„Montecristo“, ein Suter, wie wir ihn lieben!

Montecristo von Martin Suter © DiogenesDiese Mal keine Fortsetzung der Allmen – Reihe sondern ein  richtig packender, facettenreicher, gut recherchierter Krimi über Falschgeld, Mord und Spekulationen, der tief eintaucht in die Welt der Banken, Journalisten und Politiker.

Sehr lesenswert.

„Kindeswohl“ Ian McEwan

Kindeswohl Ian McEwan © DiogenesMein Favorit ist „Kindeswohl“ von IanMcEwan. Meisterhaft erzählt er die Geschichte von Fiona Maye, Richterin am Londoner High Court.
Maye soll Recht sprechen über einen Jungen, der noch nicht ganz 18 Jahre alt ist und schwer an Leukämie erkrankt. Das Problem: Er ist Zeuge Jehovas. Darf er medizinische Hilfe verweigern? „Kindeswohl“ stellt die Freiheit der Entscheidung in den Mittelpunkt – einer Entscheidung über Leben und Tod.
Gleichzeitig ist auch Mayes Ehe in einem lebensbedrohlichen Zustand – auch hier müssen lebensrettende Maßnahmen ergriffen werden.

Zu Recht ganz oben auf der Bestsellerliste!

„Altes Land“ Dörte Hansen

Altes Land von Dörte Hansen © KNAUSSehr gut gefallen hat mir auch das „Alte Land“ von Dörte Hansen.
In ihrem Debütroman beschreibt sie das Gefühl des Vertriebenseins, der Heimatlosigkeit und der Schwierigkeit, Wurzeln zu schlagen.
Was verbindet zwei völlig unterschiedliche Frauen, die in das Alte Land, einem Obstanbaugebiet in der Nähe von Hamburg, geflüchtet sind?
Jetzt leben sie zusammen in einem unwirtlichen Haus, umgeben von Nachbarn, die von gestressten Großstädterinnen die Nase voll haben.

Ich mochte die eigenwilligen Figuren, die Dörte Hansen so treffend charakterisiert.

Mein Held heißt Anton.

Anton taucht ab von Milena Baisch © BeltzEr taucht ab: Im Campingurlaub mit den Großeltern, auch wenn es auf dem Campingplatz nicht mal einen coolen Pool, sondern nur einen blöden See gibt.
Er macht´s klar: In der Schule-denn spannende Abenteuer erlebt er auch, obwohl er keine angesagten Klamotten trägt.
Komisch und tiefgründig erzählt Milena Baisch von Anton, dem etwas anderen Helden.

Eine Freude für Große und Kleinere!

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